Über meine Spielsucht
Angefangen hat alles vor langer Zeit, da war ich ca. 14 Jahre alt. Damals kam ich erstmals in den Kontakt mit Spielautomaten. Im Urlaub in Oberösterreich hat mich der Poker-Automat in einem Lokal magisch angezogen. Ich hab das mal probiert und nach kurzer Zeit viel gewonnen: Five of a Kind nach ein paar Minuten, 2000 Schilling hab ich gewonnen. Dann war es um mich geschehen, ich bin nur mehr vor diesem Automaten gesessen. Solange bis wieder alles weg war. Schlimm finde ich im Nachhinein, das keinen interessiert hat, das ein 14jähriger stundenlang an dem Automaten gesessen ist und gezockt hat.
Da es in meinem Bundesland bis vor kurzem keine Automaten aufgestellt werden durften, war es das auch wieder. Richtig schlimm wurde es erstmals, wie ich in Wien zur Schule ging. Da gab es ein Café gleich neben der Schule mit einem Poker-Automaten. Mit der Zeit saß ich länger vor dem Automaten als in der Schule. Es traten die ersten Geldprobleme auf. Ich wurde ziemlich kreativ, wie ich mein Jugendkonto bei der Bank überziehen konnte. Wie das nicht mehr ging, fing ich an, meine Mutter und meine Großeltern zu bestehlen. Die Schule hab ich dann nach zwei Jahren abgebrochen. Aus den Augen aus dem Sinn, wie ich nicht mehr täglich nach Wien fuhr, war mein Spielproblem wieder auf Eis gelegt.
Nach dem Bundesheer hatte ich meine erste Arbeit und mein erstes Geld. Dann gings erst richtig los. Zuerst bin ich nur ein paarmal im Jahr nach Wien zu “meinem” Automaten gefahren in dem Café bei der Schule. Irgendwann bekam das Café einen neuen Eigentümer und keinen Automaten mehr. Nach einer längeren Auszeit begab ich mich auf die Suche nach einem ähnlichen Automaten. Da fand ich dann die Automatenhallen im Prater und das war der Anfang der wirklichen großen Probleme.
Früher hatte ich ja noch halbwegs mit Limits spielen können (naja nicht wirklich), im Prater begann dann die risikoreiche Rot/Schwarz Zockerei am Automaten. Zuerst nur die kleinen Gewinne, irgendwann war ich dann schon soweit, das ich nen Poker “durchdrückte” bis zum Anschlag. Besonders schlecht war noch rückblickend, das ich anfangs recht erfolgreich war. Dadurch steigerte sich noch mehr das Risiko und ich spielte bald nur mehr auf Maximum Bet.
Innerhalb weniger Wochen hab ich alles ausgereizt an Geld was verfügbar war, bis mich meine Bank anrief, als die Abrechnung über >100.000 Schilling eines Monats von der Kreditkarte fällig wurde. Ich kann mich gar nicht mehr ganz genau erinnern an die Details, jedenfalls hab ich mir dann irgendwie einen fadenscheinigen Kredit besorgt, um mein Bankkonto zu decken. Nur bis zum Bankkonto kam das Geld nicht, war 2 Tage durchgehend im Prater. Ich weiss noch das ich zuerst wieder mit Limits spielte und das einiges “zurückgewinnen” konnte, aber wie immer, wurde das Risiko erhöht und noch mehr ging drauf.
Ich weiss nicht wie ich es schaffte, aber statt wie üblich bis zum Schluss zu spielen, bis nichts mehr da war, hat sich mein Verstand eingeschaltet. Ich hab die letzten 40.000 Schilling genommen und bin heimgefahren. Da hab ich dann eine sehr gute Entscheidung getroffen: Ich bin ins Fahrradgeschäft gefahren und hab mir um das Geld ein tolles Mountainbike gekauft, das ich mir sonst nie leisten konnte. Hauptsache alles Geld ist weg und irgendwas sinnvolles. Das war dann praktisch meine erste Eigentherapie. Das Mountainbiken wurde meine neue Leidenschaft.
Dann war lange Zeit das Problem scheinbar gelöst, aber in Wirklichkeit nur verdrängt. Es ging wieder schleichend los mit anderen Varianten von Glücksspiel, zuerst etwas Sportwetten, ein paar Lottoscheine und nach kurzer Zeit saß ich wieder im Prater vor dem Automaten. Es ist dasselbe wie bei Alkohol o. ä., wer einmal süchtig war, muss für immer die Finger davon lassen. Selbst das Rubbellos oder der Lottoschein kann wieder zu einem Rückfall führen.
Komischerweise war ich bis zu diesem Zeitpunkt nie in einem Casino, die Poker-Automaten haben mir gereicht. Bis ich im Urlaub in Kanada, Montreal das Casino besuchte. Da hatte ich dann wieder einen kompletten Absturz, hab volles Risiko am BlackJack-Tisch gespielt und in kürzester Zeit viel Geld verloren. Zum Glück war da ein Limit mit Abhebungen von der Kreditkarte, damit ich wenigstens meinen Urlaub “normal” beenden konnte.
Den ersten richtigen Schritt zur Bewältigung hab ich dann bei der Caritas gefunden. In meiner Verzweiflung hab ich dort die Suchtberatung aufgesucht und habe eine Beraterin gefunden, die mich sehr gut therapieren konnte. Ich bin jetzt noch unregelmäßig in Kontakt mit ihr.
Bin jetzt seit ca. 5 Jahren “trocken”, aber ich muss dazusagen, das ich immer wieder eine Ersatzdroge brauchte. Bin sozusagen ein kick-gesteuerter Mensch, ich hab das jetzt relativ gut unter Kontrolle, aber einen “Ausgleich” zum Zocken brauch ich immer wieder, sei es das Mountainbiken, die Arbeit, oder: World of Warcraft.
Passt ziemlich gut zu den neuen Entwicklungen zum Thema Spielsucht, ich will da jetzt nicht WoW an den Pranger stellen, aber jemand der ein Suchtproblem mit Spielen hatte, sollte meiner Meinung nach sehr vorsichtig sein bei diesen Online Rollenspielen.
Ich hatte private Probleme und wollte davor flüchten, das Zocken sollte es nicht mehr sein, also trat WoW an diese Stelle. Das hat dann dazu geführt, das ich mich komplett von der realen Welt abgeschottet habe und nur mehr “inGame” war. Das ging sogar soweit, das mein Körper Alarmsignale ausgeschickt hat in Form einer Erkrankung, und das brachte mich wieder zurück in die reale Welt.
Heute hab ich eine Freundin, einen guten Job, keine Schulden (lang hats gedauert) und so gar keinen Bock aufs Glücksspiel mehr. Der kleine Teufel sitzt zwar irgendwo ganz weit hinten in meinem Kopf und klopft ab und zu leise, aber ich muss nicht mehr auf ihn reagieren.
Samstag, 29. November 2008 19:17
Wie soll man sagen: “schöner Beitrag”? Ich muss sagen das ich ihn gut finde ich bin heute draufgekommen das ich auch irgendwie ein problem hab. War gestern bei einem Automaten und hab nach ca 50E Einsatz … E 1300 gewonnen. ich hab mich soooo sehr gefreut und hab mir gleichzeitig gesagt besser ich brings gleich zur bank. Das hab ich gemacht. Heute hab ich den ganzen Tag nichts anderes gemacht als zum Bankomaten zu gehen und danach den Automaten befüllt. Er hat mir alles wieder weggenommen.
(( jedenfalls bin ich so sauer auf mich selbst und hab hunderte von Gedanken. Vonwegen zurückholen und so. Für mich muss jetzt aber schluss sein. Ich greif das zeug nicht mehr an. Danke für deinen Beitrag und schön das du es geschafft hast davon loszukommen. Ich werde auch keinen cent mehr reinschmeissen.
Donnerstag, 8. Januar 2009 16:45
ich finde es mutig dass menschen ihre geschichten erzählen ich hoffe das diese seite einigen menschen die augen öffnet.
ich bin auf der suche nach etwas was meinen mann helfen könnte denn er spielt automaten er hat es mir gestanden als das erste mal 650€ vom konto fehlten.
mal ist nichts und mal ist alles wie kann ich ihm nur helfen…..
Dienstag, 10. November 2009 5:39
mein ex hat mich zu dem spiel gebracht weil er schon süchtig war als ich ihn kennen lernte.zu oft > begleitet,wie ein kl hund an der leine.er hat immer das komando> er spielt weil er es kann,ich verspiele es ja nur > waren seine aussagen,obwohl ich ihn nach langen überreden dazu brachte das er vorher einkauft u rechng.zahlt,aber dafür hatten wir sehr oft kein geld für schöne sachen:essen,gehn,kino,urlaub.wenn wir zuhause waren weil wir wieder kein geld hatten,haben wir oft gestritten,dann jeder f sich,ich> in der kü u er im wz,nur zum schlafen im bett.nicht zu vergessen: ein verkauf von hausrat,waren wir dauer kunden um unsere (mehr meine sachen als seine) zu verkaufen.oft unter dem wert zb nw 50 bekommen 15.bis ich fast nix mehr hatte.
irgendwann bin ich nach hause als er weiter spielen wollte die letzten 50€ im mitte des mon.aber ich hab es endlich geschafft >hab einige sachen was ich tragen konnte genohmen u bin weg.
aber ich spiele alleine. habe leider noch nicht wirklich gewonnen (2x ca 700,sonst habe ich oft mit 5,10 > 50-150 gemacht.aber auch oft verlorren so wie in den letzten 2 mon.
ich muss noch dazu sagen,es ist keine entschuldigung sondern nur zum verstehn :
ich bin eine migräne pat. wenn ich es stark habe dann meistens ca 3-4 tage dann wars vorbei f 1-2 wo oder mon.Aber an diesem tag hab ich meinen rekord gebrochen u hab schon 10 tage durchgehend starke migräne.und krank war ich auch, eine grippe in anmarsch,meine tage nicht zu vergessen,wenn ich die bekomm, mach ich fast immer blödsinn
.da ich seit 10.9 endlich wieder (m)eine eig. wohng hab die ich schwer erkämpfen musste.habe aber grosse angst sie wieder zu verlieren.
weil ich in den letzten 2 mon über meine verhältn. gespielt hab.konnte grad noch eine R.klage abwenden. .
ich habe einen freund der weiss von mir über meine >spielsucht,steht zu mir was mir kraft gibt.ich werde es schaffen, aber die angst bleibt.ich war mal mit einen alki zusammen,da hab ich gesehn wie es einen gehn kann wenn mann nicht mehr kann,aber er hat es geschaft,ist j ca 2j trocken.bin stolz auf ihn und will es auch auf mich sein.aber den kick zu gewinnen, es erleben,aber mein innerer s.hund will net aufgeben zu spielen.
ich will mich gerne unter kontrolle halten,nur ca 50 im mon spielen.wenn ich alle schulden bezahlt hab(ca alles inkl.1000(tel,miete,strom) u privat ca 1000 (5 pers.)
hatte schon mal ca 4000€ habe alles bezahlt(meine mam hat einen kredit genohmen und alles bezahlt u ich ihr monl. retur.
das traurige ist das ich sagte ich lern aus dem fehler,aber ich hab ja nicht mehr den fehler sondern einen anderen gemacht,aber das ergebnis is das gleiche > schulden.da hätte ich mir was tolles kaufen können,nein aber ich hatte keine kraft zu wiederstehn.
mein verstand sagt mir all das was ich einen spieler sagen würde.
ich dachte schon an eine hyptnose,damit ich nicht mehr rein geh.wie beim zahnarzt wenn mann keine schmerzen haben will.dachte sogar an einen jop im damiral,weil da darf man ja nicht spielen sonst verliert man seinen jop.aber da bin ih ja direckt an der quelle soll das gut sein??
ein diabetiker arbeitet doch auch net bei der aida.
an alle die das lesen,ob betroffen oder nicht,viel erfolg beim gelingen den eig. schweinehund zu überwinden.
mein lieblingsmotto:
hab mut den eigenen verstand zu benutzen!!!
wenn ich es geschafft hab,melde ich mich wieder > gebe mir zeit bis sommer 2010,meine schulden zu zahlen ,so das ich leben kann,dafür brauhe,will ich einen job.
Freitag, 20. November 2009 12:30
Hallo Akara,
“ich will mich gerne unter kontrolle halten,nur ca 50 im mon spielen.” Aus meiner persönlichen Erfahrung kann ich dir sagen, vergiss das gleich wieder. Bei mir hatten schon Lottospielen und andere “Kleinigkeiten” zu einem Rückfall gereicht.
Donnerstag, 26. November 2009 16:39
Ich suche leute die auch spielsüchtig sind für gegenseitige unterstüzung und ablenkung.Bin 28 und seid 5 Jahre spielsüchtig.Ich will mit andere spieler erfahrungen austauschen um mich helfen zu lassen.
Es kann nicht so weiter gehen
tasitos@hotmail.com
Dienstag, 19. Januar 2010 21:04
ich bin 18 schreibe hir nur weil ich das gefühl habe das hir alles loszuwerden…
ich war 17 hab mal 2 euro reingeschmissen und siehe da…. es kahmen 130 euro raus. Ich war 17!! menge geld… naja dann kahm ich auch immer mit nem 10er oder 20er. Da ein guter freund den ladenbesitzer kannte und man da nicht nur spielen sondern auch essen konnte und ich da immer ass, sagte er zu mir wenn du da nochmal spielen gehst las ich dich sperren und du kannst da nicht mal mer nen döner essen, dies konnte er machen wegen meines alters. Dann hörte ic auf da zu spielen aber dierekt an meinem 18ten geburtstag (23.07.2009) wo ich 18 wurde ging ich direkt zur spielo. Naja dann wurden aus 10-20euro 40-50 und dann 70-100 und jetzt das ganze geld was ich habe. Ich habe jetzt ca.5000 euro reingeschmissen. In einem halben Jahr!!! ich bin gerade 18!!!! ich verdiene nebenbei 400 euro ihr könnt euch vorstellen wieviel ich schnorren muste um auf die 5000euro zu kommen. ich habe gemerkt ich bin süchtig gehe manchmal abends um 2 uhr spielen wobei ich geld von meiner mutter nehme wegen angeblichen pannen, zahlungen etc. und sie landen wieder mal dinnen… ich hab es saat ich will da einfach nicht mer rein und hab heut wieder meine 200 euro verspielt in dieser woche waren es 400… ich bin am durchdrehen und wütend weil ich einfach nicht reingehen will und tuh es trotzdem es ist schrecklich… ich bin 18 und mein leben is jetzt schon hoffnungslos… ich benehme mich vor den automaten wie ein affe (bediene 4 automaten gleichzeitig) ich drehe durch… ich hoffe dadurch sowas hir zu posten das sich das endlich in mein gehirn reinbrennt!! wieviel ich lügen muste um zu spielen unglaublich!!! ich werde versuchen diesen fr ein termin zu bekommen bei der suchtberatung. ich hoffe es bringt was… ich bete zu gott!!!
mein suchtverhalten ist schon so schlim das ich fast alles vernachläsige. Schule arbeit freundin etc. ich hoffe ich komm weg davon und ich hoffe das jeder seine finger von der hölle wegläst… ich hab mit leuten gespielt die haben inzwischen 1 mio verspielt. Haus verkauft schmuk familie verloren kredite genommen etc. alle geldquellen ausgereitz. Ich bin sogar manchmal mit hunger eingeschlafen weil ich 2 tage nichts zu essen hatte aber an den 2 tagen 300euro verspielt habe… weil ich dachte das die 5 euro die ich für essen ausgebe der jackpot sein könnten!!!
ich bin kaput ich kann nicht mer ich setze alles auf freitag in der therapie )= sry für die vielen fehler aber ich bin ein schwerer fall von legasthenie (lese rechtschreibschwäche)…
wenn das mit der therapie nicht klappt gehe ich zur hypnose ich hoffe diese 300 euro sind gut investiert!!!
Samstag, 6. Februar 2010 11:24
also, ich sag Euch etwas.
es gibt hier irgendeinen Mechanismus bei Admiral bei den Automaten, der uns nach einem großen Gewinn dazu zwingt, wieder zum Automaten zu fahren.
Mein größter Gewinn waren 6.000,– EUR in 10 Minuten, begonnen hats damals, als ich erfahren hab, meine Frau betrügt mich.
Hab das Geld gleich wieder verarbeitet und jetzt ein verschuldetes Haus, 2 kleine Kinder und gottseidank bin ich geschieden.
Trotzdem, das Spielen lenkt nur von den wahren Problemen ab, dachte immer mich als starker Mensch kann eine Sucht nicht beherrschen, aber diese Geschichte da mit Admiral und den Automaten, ist legaler Betrug, nicht umsonst sitzen im Vorstand (Herr Hahn und CO), viele Politiker um einen der reichsten Österreicher mit 191 Filialen noch reicher zu machen (Admiral)
ich grüsse euch, und sag euch, man kann nie gewinnen, aber es ist ein schönes gefühl, wenn man mit einem gewinn den laden verlässt.
lg
mario