Freitag, 8. Januar 2010 10:12
Im Jahr 2009 war es nicht mehr möglich, alle Hilfesuchenden psychologisch zu betreuen. Nur knapp zwei Drittel der telefonisch Anfragenden konnten im Anschluss persönlich beraten werden. Einen Anstieg von 70 Prozent (auf 400) verzeichnet die Wiener Spielsuchthilfe zusätzlich bei der Online-Kontaktaufnahme.
Zehn Prozent mehr Anfragen: Die Therapeuten der Wiener Spielsuchthilfe sind an die Grenzen ihrer Kapazitäten gestoßen. „Wenn jemand bereit ist, etwas zu verändern, dann sollte ihm möglichst rasch geholfen werden“, erklärt Izabella Horodecki vom Vereinsvorstand. „Genau das ist uns aber derzeit nicht immer möglich.“ Die Expertin rät, möglichst früh professionelle Hilfe zu suchen.
Erschreckendes Detail: 40 Prozent der späteren Süchtigen beginnen bereits als Jugendliche mit dem Glücksspiel. Der jüngste Hilfesuchende war erst 16 Jahre alt. Er hat, wie viele jüngere Menschen, über die Online-Beratung Beistand gesucht. „Die Hemmschwelle ist bei einer Anfrage übers Internet viel geringer“, weiß Horodecki.
via www.heute.at
www.spielsuchthilfe.at