Neue Ambulanz hilft Spielsüchtigen
In Salzburg gibt es eine neue Ambulanz, in der sich Spielsüchtige behandeln lassen können. Initiator der im Februar eröffneten Institution ist Friedrich Wurst, neuer Primar, Psychiater und Suchtmediziner der Doppler-Klinik.
Schlagkräftige und zusätzliche Hilfe
Um die Hemmschwelle für den Besuch von Spielsüchtigen zu verringern, ist daran gedacht, die Ambulanz von ihrem derzeitigen Quartier in der Doppler-Klinik in ein Einkaufszentrum zu verlegen.
Die neue Ambulanz arbeitet eng mit anderen Initiativen für Spielsüchtige zusammen. Ungefähr 5.000 Salzburger sind krankhaft spielsüchtig, und es trifft immer mehr Jüngere, sagen die Experten. Bisher fanden und finden sie Hilfe beim Selbsthilfeverein der Anonymen Spieler und beim Sozialmedizinischen Dienst des Landes. Weiterlesen bei salzburg.orf.at.
Oft mehrere Erkrankungen gleichzeitig
Nun steht als Ergänzung die neue Spielsuchtambulanz an der Doppler-Klinik offen. Initiator ist der aus Basel nach Salzburg berufene Spezialist und Primar Friedrich Wurst:
“Spielsüchtige haben oft auch große Probleme in anderen Bereichen. Es treten mehrere Erkrankungen auf. Viele haben auch Probleme mit Alkohol, Nikotin oder anderen Substanzen. Dazu kommen Depressionen, Manie oder Persönlichkeitsstörungen. Wir gehen mit neuen Methoden bei Diagnose und Therapie vor.”
Näher an Menschen, gegen Schwellenangst
Spielsüchtige erhalten vor allem Verhaltenstherapien. Durchgeführt werden sie von der jungen Psychologin Natascha Thon: “Der Patient kommt zunächst einmal pro Woche zu mir. Im späteren Verlauf integrieren wir die Patienten in eine Gruppe, wo dann gemeinsam unter professioneller Anleitung therapiert und gearbeitet wird.”
Für die Zukunft ist an eine patientenfreundliche Verlegung der Spielsuchtambulanz gedacht, sagt Wurst: “In Absprache mit dem Vorstand der Gesamtklinik denken wir an die Übersiedlung ins Stadtgebiet. Das könnte auch ein Einkaufszentrum sein, um den Menschen die Schwellenangst zu nehmen, wenn sie unsere Hilfe brauchen. Oft trauen sich Leute, die eine Behandlung brauchen, nicht in eine Klinik.”
Von Casinos Austria mitfinanziert
Die Spielsuchtambulanz wurde übrigens mit finanzieller Unterstützung der Casinos Austria errichtet, eine nicht ungewöhnliche Kooperation, sagt der ärztliche Leiter:
“Da wird einerseits die Verantwortung erkannt und wahrgenommen. Weiters geht es sicher auch um das Image.”
Die Kosten der Therapie für Spielsüchtige übernehmen übrigens die Krankenkassen.
Donnerstag, 18. August 2011 12:30
Ich und meine freundin spielen beide seit cca. 4 Jahre. Wir möchten sehr gerne damit aufhören und suchen dadurch eine profesionele hilfe. Bitte, helfen sie uns mit spielen zu aufhören. Ich habe gelesen, das die Terapy GKK überniemt, ist das richtig. Ich freue mich auf ein antwort. Mit freundlichen grüßen Herr Tekavec